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Schwedische Vorweihnacht

Weihnachten naht. Unsere „staade Zeit“ steht im Zeichen des Sprachstudiums. Dreimal die Woche besucht Karen ihren Schwedischkurs und freut sich über ihre Fortschritte. Letzen Donnerstag waren wir auf einer Weihnachtsfeier mit Magnus Malm, und Karen konnte schon fast alles verstehen. Anschließend gab es ein echtes schwedisches „Julbord“ (Weihnachtstisch) mit vielen guten Sachen.

Ich versuche mir nach wie vor selbst schwedisch beizubringen und treffe mich außerdem einmal die Woche mit Jonathan. Jonathan ist ein Student, der mir „zufällig“ bei einem meiner Gebetsmärsche über den Weg gelaufen ist und der mir kostenlosen Sprachunterricht angeboten hat. Ich hoffe aber, dass mein Kurs im Januar auch endlich losgeht. Es ist schon nervig, wenn in jeder Unterhaltung früher oder später (meist früher) vorkommen muss: „Äh, könnten wir auch Englisch reden…?!“

Heute ist der letzte Schultag und die Kinder bekommen Zeugnisse. Ab morgen sind Ferien.

Letzten Samstag habe ich allen unseren Nachbarn jeweils einen Teller mit selbstgebackenen, deutschen Weihnachtsplätzchen gebracht. Das muss was außergewöhnliches gewesen sein. Alle haben sich vor Dank überschlagen. Eine ganze Reihe möchte sich nun mit uns zur „fika“ (schwedisches Kaffeetrinken) treffen.

Ich habe mich ja schon immer gewundert, warum in Bayern so viele Christbäume aus Skandinavien verkauft werden. Jetzt weiß ich es. Letztens war ich nämlich in Angered Centrum (unserem nächsten Einkaufszentrum), wo auch Christbäume angeboten werden. Ich dachte, die müssen hier ja spottbillig sein, wenn die Skandinavier so viele haben, dass sie sie nach Bayern liefen müssen. Als ich mich mal nach den Preisen erkundigen wollte, fiel versehentlich meine Kinnlade auf einen der Christbaumständer, als ich las: „Gewachsen und frisch geschlagen in Bayern“. In bestem Hochdeutsch. Ein Etikett auf jedem Baum, säuberlich in die Zweige getackert. Satte 280,– Kronen die bayerische Tanne in Angered Centrum. Klar, dass die Bayern nicht mehr genug Bäume für sich selber haben…

Unseren Weihnachtsbaum konnte ich deshalb über Freunde besorgen. Der ist zwar nicht ganz so schön, aber garantiert schwedisch, selbstgeschlagen und hat nur 50 Kronen gekostet. Und den ganzen Montag Abend konnte ich zusammen mit ihnen verbringen und übers Fernsehen live ins Weltall schauen, und Christer Fuglesang, den ersten Schweden im All, der derzeitige Stolz der Nation, bei der Reparatur eines Sonnensegels bewundern. So stell ich mir das vor.

My dear English speaking friends, I need write another post and after that I need to leave. Karen is in her language class and I have to pick up the children at school today. Please forgive my lazyness in translating right now. I’m so busy with Swedish. Gimme a call at skype and I will tell you everything you want personally. All right?!

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