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Und er liebt sie doch…

Und Gott liebt sie doch, diese Welt, gefallen, verdorben und verdreht, wie sie seit dem Sündenfall ist. Schade, dass wir nie sehen konnten, wie die Schöpfung ursprünglich einmal ausgesehen hat, vor diesem sagenumwobenen Sündenfall. Es bleibt unseren kühnsten Phantasien überlassen, sich vorzustellen, wie Äcker und Gärten so ganz ohne Unkraut sein würden, wie Arbeit ohne Schweiß und Stress wäre, welch weibliche Anatomie schmerzfreies Kinderkriegen möglich machte, zu welchen Taten ein T-Rex vor dem Fall in der Lage gewesen wäre und was seine Lieblingsspeise war bevor er dieses Monstergebiss hatte.

Für uns ist der tödliche Ausgang jeden Lebens Normalzustand.
Für Gott nicht.

Er weiß, dass der Mensch das Leben im Vorraum der Hölle selbst gewählt hat. Gott liebt die dort vor sich hin leidenden Menschen und hat alles getan, um zu retten, was zu retten ist, bevor ein korrupter, verbrauchter und ausgebeuteter Planet am letzten Ende der ewigen Müllverbrennung zugeführt wird. Wir brauchen Gott nicht zu beweisen, wie toll wir sind, er weiß es besser, dass keiner von uns besonders toll abschneidet. Er liebt uns trotzdem. Er nahm brutalste Könige auf, wenn sie ihn nur darum baten, er schickte keinen Pharisäer weg, der sich ihm demütig näherte. Es gibt Berichte von Naziverbrechern, die vor ihrer Hinrichtung mit ehrlicher Reue um Vergebung baten und Gottes Frieden entgegennehmen konnten. Er liebt Menschen aller Kulturen, Kinder, Alte, 08-15-Durchschnittsbürger. Ja, selbst Päpste können unter Umständen gerettet werden.

Mit den Geretteten wird Gott dann nochmal neu anfangen. Es wird eine nagelneue Schöpfung geben, ganz ohne Unkraut und dergleichen, die selbst unsere oben genannten kühnsten Phantasien noch übertreffen wird. Und für uns stellt sich die Frage: Wie können wir Menschen heute schon einen kleinen Vorgeschmack auf diese neue Schöpfung geben? Kirche sollte eigentlich ein Trailer, eine kurze Vorschau der neuen Schöpfung sein, nach dem Motto: „Nicht verpassen! Demnächst auf diesem Planeten!“ Es sollte vor allem eine Vorschau der Liebe Gottes sein, der uns schon bedingungslos liebte, als wir noch nicht mal an ihn denken konnten.

Gott mag Kinder, große und kleine, 
dicke, dünne, kurze oder lange Beine, 
rotes, blondes, schwarzes Haar. 
Gott mag Kinder, das ist wunderbar! 

Gott macht keinen Unterschied 
zwischen den Menschen, die er liebt. 
Gott liebt alle, das ist klar! 
Auch uns Kinder, das ist wahr! 

 Gott hat alles in der Hand, 
jedermann, in jedem Land. 
Gott schützt alle, das ist klar! 
Auch uns Kinder, das ist wahr! 
Gott hat einen guten Weg 
für jeden Menschen, der ihn geht. 
Gott führt alle, das ist klar! 
Auch uns Kinder, das ist wahr! 

(Daniel Kallauch)

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