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Schlechterwisser XI.: Vive la reformation!

(zum Beginn der Serie)

Die Erfindung des Buchdrucks war seinerzeit den etablierten Christen ein Dorn im Auge. (Bild: Wikipedia)

Wir haben gesehen: Das Smartphone symbolisiert so etwas wie die Erfindung des Buchdrucks, nur heute, in unserer Zeit, im 21. Jahrhundert! Plötzlich sind Informationen auf dem ganzen Globus verfügbar, können Menschen nicht mehr so leicht für dumm verkauft werden. Genau wie zu Gutenbergs Zeiten. Wird dieser neuen Revolution auch eine neue Reformation folgen? Höchstwahrscheinlich. Können wir uns darauf vorbereiten? Nein und ja.

Nein, weil wir gar nicht wissen, worauf genau wir uns vorbereiten sollen, abgesehen von den biblischen Prophezeiungen.

Ja, weil jeder Christ sowieso ein Leben der täglichen Reformation führen sollte. Der richtige Umgang mit Veränderungen lässt uns reifen. Dabei habe ich mir gedacht, dass man sich besonders durch Anpassung und Neugestaltung alltäglicher Routinen ändern kann. Mahlzeiten, zum Beispiel. Unser täglich Fleisch durch täglich Brot zu ersetzen, zum Beispiel. Im Sinne des Vater Unsers wäre es sogar eine recht biblische Geistliche Übung. Und im Lichte des 21. Jahrhunderts eine höchst angemessene. 

Reichtum und Fleischkonsum verhalten sich äquivalent. Das war schon zu Gutenbergs Zeiten so. Wenn sich die Armut halbiert, verdoppelt sich der Fleischverzehr. Er verdoppelt sich logischerweise auch bei der Verdoppelung der hungrigen Mäuler. Ergo: Wenn die Armut sich halbiert und die Menschheit sich verdoppelt, vervierfacht sich der Fleischkonsum. Genau das ist das enorme gegenwärtige Dilemma auf dem dritten Planeten von der Sonne. Unsere Fleischeslust wächst  exorbitant!

Wir Christen könnten so einfach einen Gegentrend etablieren. Jesus sagt, wer groß sein will, der mache sich klein. In meiner persönlichen Übertragung heißt das: Wer König sein will, der esse wie ein Arbeiter. Fleischlos. Bewusst. Was für eine geistliche Übung! Was für eine Überwindung des Egos und des Stolzes!

Ich habe Vegetarier immer bemitleidet. Ich gebe es zu. Heute promote ich das konsequent vegetarische Leben als eine der besten Jüngerschaftsschulen unseres Jahrhunderts. Weil ich noch keine echten Nachteile entdecken konnte. Aber enorm überzeugende Vorteile.

(zur Fortsetzung)

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