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Yes, no, shit.

Kommunikation ist ziemlich wichtig. Aber auch irgendwie schwierig. Schon in der eigenen Muttersprache geht’s so leicht so voll daneben – insbesondere dann, wenn Kommunikation zwischen X und Y-Chromosomen stattfindet. Haben wir alle schon erlebt. Was macht man erst, wenn keine gemeinsame Muttersprache zur Verfügung steht? Schon mal versucht, einem Chinesen oder Afghanen einfache Wörter wie „Hafen“ oder komplexere Begriffe wie „Gemeinde“ zu erklären? Und das, wenn die einzige, gemeinsame sprachliche Grundlage höchstens 10% des Vokabulars einer Sprache ist? Einer Sprache, die auch für mich Fremdsprache bleibt? Da werden die Grenzen zwischen Unterhaltung und Schauspielerei sehr schnell sehr fließend. Willkommen in meiner Welt.

Juliana hat gestern Abend aber den Vogel abgeschossen. Sie war bei Sagåsen, der hiesigen Einwanderungsbehörde mit einer Art Auffanglager für Neuankömmlinge und Verwahrung für solche, die bald abgeschoben werden sollen. Dort hat sie sich mit einigen anderen Christen um ein paar neu hergeflüchtete Jugendliche gekümmert. Der einzige sprachliche gemeinsame Nenner waren drei englische Worte: Yes, no, shit. Preisfrage: Wie erklärt man Gottes Liebe auf dieser Basis?!  Für Juliana war das einfach: Man redet nicht drüber sondern man übt praktische Nächstenliebe. Zum Beispiel, indem man einen ganzen Abend zusammen Tischfußball spielt. Dafür reicht das vorhandene Vokabular vollkommen. „YES!“ „Noooo!“ „Shit!

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